Schulwesen

Artikel 7 stellt das Schulwesen unter der Aufsicht des Staates.

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Dazu gehört, für einheitliche Lehrpläne zu sorgen.
Das bedeutet nicht, daß der Staat in das Erziehungsrecht der Eltern eingreifen darf. Dem Staat steht nur die Aufsicht über die Schulen zu. Daraus folgt keine Erziehungsbefugnis.

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Und wieder eine Auslassung.

Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist.

heißt es weiter in Absatz 4.

Das bedeutet, Lehrer an Privatschulen müssen nur die gleiche wissenschaftliche Ausbildung wie an öffentlichen Schulen vorweisen, brauchen aber nicht die gleiche unterrichtspraktische Ausbildung zu haben.

Das ist wichtig, denn wenn der Staat in seiner Ausbildung nur moderne Pädagogik lehrt, jemand aber eine Privatschule mit traditioneller Methodik gründen möchte, kann er nicht die Lehrer mit der staatlichen Ausbildung einstellen.

Der Staat darf daher für Privatschullehrer nur das erste, aber nicht das zweite Staatsexamen fordern.

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