Schandluder muß kein Schmerzensgeld zahlen

Eine Akteurin für unzüchtige Produktionen muß einem Denunzianten kein Schmerzensgeld zahlen.

Der Rentner aus Niedersachsen, der seine Zeit mit dem Denunzieren von Falschparkern vertreibt, verklagte sie auf Schmerzensgeld in Höhe von 1500 Euro. Sie soll ihn in einer Fernsehsendung beleidigt haben, indem sie über eine mögliche geschlechtliche Erregung während seiner Tätigkeit spekulierte.

Das zuständige Gericht wies die Klage ab.

Der Amtsgerichtsdirektor erklärte, ein gewisses Wort aus dem Munde einer solchen Person sei als üblicher Tonfall des Milieus anzusehen. Im Fernsehen erwarte man einen dementsprechenden Auftritt. Besagtes Wort sei gesellschaftlich nicht mehr negativ besetzt.

Nur eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts rechtfertige eine Schmerzensgeldzahlung. Die Grenzen der Schmähkritik wurden nicht überschritten.

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