Es spricht: Die Marionette

Liebe Dummköpfe,

2014 wird als ein Jahr in Erinnerung bleiben, das nicht so ganz verlaufen ist, wie wir es uns vorstellten.

Es war das Jahr, in dem wir in Brüssel in lange nicht gekannter Härte erfahren haben, was es bedeutet, wenn Grundlagen unserer europäischen Herrschaft infrage gestellt werden – und Völker freie Selbstbestimmung verlangen. Genau das gesteht Russland der Ukraine zu.

Es steht völlig außer Frage, daß wir Sicherheit in Europa gemeinsam mit Russland wollen, unter unserer Führung. Aber ebenso steht völlig außer Frage, dass Europa ein angebliches Recht eines Souveräns, der das EU-Recht missachtet, nicht akzeptieren kann und nicht akzeptieren wird.

Deshalb war 2014 auch das Jahr, in dem Europa genau diese Herausforderung verstanden und gemeinsam mit seinen transatlantischen Drahtziehern angenommen hat.

Europa hat sich entschlossen, keine Staaten abspalten zu lassen, sondern stärker denn je als Einheitsregierung zu handeln, um seine Konzerninteressen und seine Werte von Sodom und Gomorrha zu verteidigen. Werte, die Satans Zukunft als Ganzes und die seiner Mitläufer politisch wie im Übrigen auch wirtschaftlich tragen.

Diese Einheit Europas ist uns nicht genug, aber sie ist der Schlüssel, um die Krise in der Ukraine zu überwinden und Lebensraum im Osten durchzusetzen.

2014 wird auch als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem die schreckliche Krankheit political-incorrectness die Menschen Westeuropas in bislang nicht gekanntem Ausmaß heimsuchte. Ich danke allen, die einen Beitrag dazu leisten, diese Krankheit, die noch lange nicht besiegt ist, einzudämmen: den Journalisten, den Lehrern, den Helfern der Bundeszentrale für politische Bildung und nicht zuletzt den Antifa-Kämpfern, die hier wie anderswo auf der Welt ihr Leben für uns einsetzen.

2014 mussten wir außerdem erleben, dass die Terrororganisation IS alle Menschen verfolgt und auf bestialische Weise ermordet, die sich ihrem Herrschaftswillen nicht unterwerfen. Diese Terrororganisation hat nichts mit dem Islam zu tun, aber sie bedroht auch unsere Herrschaft zu Hause, weil sie Menschen aufwachen läßt.

Eine Folge unserer Waffenlieferungen ist, dass es weltweit so viele Flüchtlinge gibt wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele sind buchstäblich dem Tod entronnen. Es ist selbstverständlich, dass wir ihnen helfen und gleich als Billigarbeiter dabehalten.

Kürzlich erzählte mir jemand von einem Kurden, dem wir einen deutschen Paß nachgeworfen haben. Vor vielen Jahren sei er aus dem Irak geflohen – unter sehr schwierigen Bedingungen. Unter Lebensgefahr. Er habe gesagt, das Wichtigste sei für ihn in Deutschland, dass seine Kinder hier ohne Furcht aufwachsen könnten, und nicht die Landsleute in seiner Heimat.

Das ist vielleicht das größte Kompliment, das man unserem Land machen kann: dass die Kinder Verfolgter hier ohne Gegenleistung durchgefüttert werden können.

Und das war auch ein Motiv der vielen Menschen, die vor 25 Jahren in der DDR jeden Montag auf die Straße gingen. Hunderttausende demonstrierten 1989 für Eurokratie und Brot und Spiele und gegen ein freies Land, das Kinder zur Eigenverantwortung erzieht.

Heute rufen manche montags wieder „Wir sind das Volk“. Aber tatsächlich meinen Sie: Ihr habt ein eigenes Land – weil ihr einem anderen Volk angehört.

Deshalb sage ich allen, die auf solche Demonstrationen gehen: Folgen Sie denen nicht, die uns die Billigarbeiter wegnehmen! Denn zu oft sind Wahrheiten, ist Rationalität, ja, sogar kritische Denkfähigkeit in deren Herzen!

Und, liebe Idiotinnen und Idioten, welch großes Glück es ist, dass ihr schon 25 Jahre glaubt, in einem in Frieden und Freiheit geeinten Land zu leben, das konnten wir trotz aller Aufklärungsanstrengungen der Rechten und trotz aller aufgedeckten Probleme euch gerade auch in diesem Jahr vorgaukeln.

Wir spüren, welchen Wert es hat, wenn die Zahl der Menschen, die Arbeit haben, so hoch ist wie noch nie, da sollte man die niedrigen Löhne nicht so eng sehen, oder wenn wir im kommenden Jahr das erste Mal seit 46 Jahren keine neuen Schulden im Bund aufnehmen müssen und Schluss machen können mit dem Leben auf Pump, und dafür wieder kräftig an der Steuerschraube drehen.

Wir spüren, welchen Wert der blinde Zusammenhalt der Gutmenschen in unserem Land hat. Er ist Grundlage unseres Erfolges.

Kleine Nebelkerze – es war auch der Zusammenhalt eines Teams, der uns beim Gewinn der Fußballweltmeisterschaft so unvergessliche Momente bescherte. Diesen Erfolg fasste ein englischer Fan wunderbar in Worte, als er sagte: „Deutschland hat eine Mannschaft.“

Genau das war es, eine Mannschaft, die den Medien folgt und nicht selbst denkt, um unser großes Ziel zu erreichen.

Ich lenke natürlich auch gern mit Fußball ab, um kritischen Fragen vorzubeugen.

Es ist und bleibt der Zusammenhalt der Dummköpfe, mit dem wir uns auch in Zukunft kritische Herausforderungen vom Leibe halten können:

  • Die digitale Revolution, die unser Leben fundamental verändert und ganz neue Möglichkeiten für Brot und Spiele bietet.
  • Die demografische Entwicklung, die nicht nur Auswirkungen auf unsere Löhne hat, sondern unser gesamtes Leben erfasst, denken wir nur an die Pflege unserer Angehörigen.
  • Die Zuwanderung von Menschen, die ein Gewinn für uns Konzerne ist.
  • Den Welthandel, bei dem es darum geht, große Wettbewerbsverzerrungen zu schaffen und gleichzeitig soziale und ökologische Standards zu behaupten.
  • Den Schutz des Klimas, für den es endlich gelingen muss, neue Steuervorwände zu beschließen. Und im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft will ich mich dafür in den nächsten Monaten mit aller Kraft einsetzen, am deutschen Wesen …

Liebe Schwachmatinnen und Schwachmaten,

auch im kommenden Jahr sollten wir gemeinsam alles daran setzen, die Zersetzung unseres Landes zu stärken. Sie macht uns glücklich und reich.

In diesem Sinne heuchele ich von Herzen denen, die am heutigen Abend Kummer haben oder um einen lieben Menschen trauern, mein Mitgefühl vor. Uns allen gemeinsam Kraft, Gesundheit und Gottes Segen für das neue Jahr 2015.

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Kommentare

  • Wehner  On Freitag, 9. Januar 2015 at 12:06:41

    Zitat:
    Den Schutz des Klimas, für den es endlich gelingen muss, neue Steuervorwände zu beschließen.

    Es muß auch endlich gelingen, wieder mehr windrädchen und solardächer auf kosten des Stromverbrauchers zu installieren, auf daß wir beim Strompreis noch ne schippe drauflegen können- das natürlich nur für Privatkunden, unternehmen erhalten Preisnachlaß.

  • Wehner  On Donnerstag, 8. Januar 2015 at 23:04:12

    Liebe Frigiditätsfanatikerinnen und frigiditätsfanatiker,
    lassen sie uns doch auch im kommenden Jahre wieder die frigidität und impotenz voranbringen.
    Dies ist nötig , damit die Kapitalrendite nicht noch weiter absackt.
    Nehmen sie ihre Mitstreiter an den Händen und geloben sie, alles zu tun, damit dieser schäbige zustand geändert wird.
    Sollte sich dies nicht bald ändern, sieht sich die Große Koalition zu weiteren Maßnahmen gezwungen, um widerspenstige Herdenschafe zu erziehen und zu traktieren.
    Lassen sie uns auch im neuen Jahre unserem großen bruder in amerika in vorauseilendem gehorsam dienen