Kampfbegriff „Diskriminierung“

„Diskriminierung! Diskriminierung!“ ist einer der beliebtesten Ausrufe der Linken.
Doch was bedeutet dieses Wort überhaupt?

„diskriminieren“ stammt vom lateinischen „discriminare“ und bedeutet „unterscheiden“.

Warum sagen sie nicht einfach „unterscheiden“ oder „differenzieren“?

„diskriminieren“ hört sich einfach schlimmer an. Läßt es sich doch leicht mit „kriminell“ assoziieren.

Schon in der Schule bekommt man heute eingetrichtert, man dürfe nicht „diskriminieren“.

Dabei ist Diskriminierung das, was eine zivilisierte Welt erst möglich macht.

Der zivilisierte Mensch diskriminiert zwischen gut und böse.
Der denkende Mensch diskriminiert zwischen wahr und falsch.

Der vernünftige Mensch erkennt die Unterschiede der Natur, und weiß sie unterschiedlich zu behandeln – oder „diskriminieren“, wie unsere Linken es in ihrem Gleichheitswahn nennen.

Der Vorwurf, zu „diskriminieren“ ist nichts anderes als der Vorwurf, zu unterscheiden.

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Kommentare

  • Wehner  On Mittwoch, 8. Oktober 2014 at 23:56:37

    Die größten diskriminierer sind wie immer die , die auf andre zeigen und laut schreien, die von der CDU hofierten Hasser-LesbenEmanzen.
    Merkwürdig auch das monatelange stillschweigen der gesteuerten medien über die Steueraffäre der Schweizer-konto-emanze. kein wort darüber, obwohl der letzte informatinsstand der war, daß sie bei ihrer Selbstanzeige gelogen hat.
    das stinkt doch wieder ganz gewaltig das ganze……..
    oder will man sie wieder bei Idioten-talkshows der öffentlichen Sender salonfähig machen ?

  • Firebird  On Freitag, 4. Juli 2014 at 01:31:50

    # Nini On Donnerstag, 3. Juli 2014 at 06:15:51

    Jeder Begriff kann natürlich instrumentalisiert werden, ich glaube, es ist schwer, dagegen vorzugehen.

    Das denke ich auch. Den Begriff „Diskriminierung“ kann man als verbraucht ansehen. Er hat inzwischen soviele Bedeutungen, daß sich damit nicht mehr vernünftig arbeiten läßt.

    Aber ich glaube auch, dass das gar nicht so häufig passiert, wie du denkst.

    Natürlich passiert das nicht so häufig. Man braucht wenige, einprägsame Begriffe, um als Kampfbegriffe zu fungieren.

    Wenn du sagst, ich sei als Frau weniger intelligent – bzw. ich sei als Frau mit höherer Wahrscheinlichkeit weniger intelligent, aber meine wahre Intelligenz interessiert dich dann gar nicht, sondern ich falle dann für dich in die Schublade “Frau – putzen – kochen – Hauswirtschaftsschule” – dann würdigst du mich sehr herab. Das siehst du nur nicht.

    Daß Wissenschaft etwas für Dich ist, habe ich bis jetzt nicht erkennen können. Du hast schon Schwierigkeiten, einfache Begriffe zu definieren.

    Unter „herabwürdigen“ scheinst Du ebenfalls etwas anderes zu verstehen als die anderen. Auch ein problematischer Begriff.

    Ich sehe sehr wohl etwas, nämlich daß es Dir mißfällt, daß wir hier so offen Klartext reden. Das tun wir aber nicht, um Dich herabzuwürdigen.

    Du hast hier jede Gelegenheit, Deine Intelligenz unter Beweis zu stellen. Wir hören Dir gern zu.

  • Nini  On Donnerstag, 3. Juli 2014 at 06:15:51

    Jeder Begriff kann natürlich instrumentalisiert werden, ich glaube, es ist schwer, dagegen vorzugehen. Aber ich glaube auch, dass das gar nicht so häufig passiert, wie du denkst.
    Wenn du sagst, ich sei als Frau weniger intelligent – bzw. ich sei als Frau mit höherer Wahrscheinlichkeit weniger intelligent, aber meine wahre Intelligenz interessiert dich dann gar nicht, sondern ich falle dann für dich in die Schublade „Frau – putzen – kochen – Hauswirtschaftsschule“ – dann würdigst du mich sehr herab. Das siehst du nur nicht.

  • Firebird  On Donnerstag, 3. Juli 2014 at 01:38:43

    # Nini On Mittwoch, 2. Juli 2014 at 23:51:19

    Wenn ich das richtig sehe, willst Du den Begriff „Diskriminierung“ in der Bedeutung unterscheiden und herabwürdigen verwenden.
    Das ist schon etwas vernünftiger, denn damit präzisierst Du den Begriff.

    Andere hingegen verwenden das Wort in der Bedeutung
    unterscheiden oder herabwürdigen.
    Das ist eine Verwässerung.

    Wie könnte man also erreichen, daß der Begriff in Zukunft nur noch in der von Dir vorgeschlagenen, vernünftigeren Form verwendet wird?

  • Nini  On Mittwoch, 2. Juli 2014 at 23:51:19

    Ganz einfach: Wenn du eine Eigenschaft herauspickst und anhand derer Menschen kategorisierst, dann nutzt du diese Kategorisierung, um dich abzugrenzen (bzw. die anderen von dir abzugrenzen). Das funktioniert so auch gar nicht, da könnt ihr noch 100mal das Gegenteil behaupten, ihr könnt es ja doch nicht belegen.
    Was der Begriff „unterscheiden“ nicht leisten konnte, der der Diskriminierung aber schafft, ist die Zusammenführung von unterscheiden und herabwürdigen. Dies geschieht automatisch, wenn ich mir anmaße, durch eine einzige Eigenschaft könne ich einer Person bestimmte Fähigkeiten und andere Eigenschaften zusprechen oder aberkennen. Noch deutlicher wird es aber, wenn ich mich tatsächlich bewusst auf eine höhere Stufe stelle.
    Auf dieser Seite passiert beides.

    Deshalb braucht man einen neuen Begriff. Weil die alten das Problem nicht abgedeckt haben.

  • Firebird  On Montag, 30. Juni 2014 at 23:50:47

    # Nini On Montag, 30. Juni 2014 at 09:00:31

    Ich sehe einen sehr deutlichen Unterschied, ob man ein Faktum benennt, jemanden abwertet, oder jemanden benachteiligt.
    Sehen Frauen diesen Unterschied nicht?

    # Sade On Montag, 30. Juni 2014 at 06:47:43

    Wer verstanden werden will, sollte eine Sprache verwenden, die der andere versteht.
    Wer unscharfe Begriffe verwendet, will nicht seriös diskutieren, sondern irreleiten.

  • Nini  On Montag, 30. Juni 2014 at 09:00:31

    Ich verstehe jetzt grade den Unterschied zwischen den Definitionen auch nicht.

    Ich fände es schön, wenn du auf diesen Teil meines Kommentares noch eingehen könntest: Ich verstehe übrigens immer noch nicht ganz (und habe immer noch keine Statistik gesehen), warum ich mit größerer Wahrscheinlichkeit weniger intelligent sein soll, als ein Mann, denn wie bereits mehrfach erwähnt, sind Männer in beiden Extremen Spitzenreiter.

  • Sade  On Montag, 30. Juni 2014 at 06:47:43

    Firebird On Montag, 30. Juni 2014 at 05:46:13

    Die Definitionen sind praktisch deckungsgleich, auch wenn du natürlich die aus Wörterbüchern nicht dazu schreibst.

    „Wäre es unter diesen Umständen nicht sinnvoller, das Wort “diskriminieren” zu meiden, und ein Wort zu wählen, das alle verstehen?“

    Ich fände auch sinnvoll wenn ihr nicht solch missverständlichen Worte wie „Sodomie“ oder „Perversion“ verwendet, bei denen ihr ungefähr die einzigen seid die noch diese Bedeutung verwenden.
    Diskriminierung hat sich eingebürgert weil es schöner klingt als Herabwürdigung, auf diesem Wege wurde KL sehr schnell zu KZ.

    On Freitag, 27. Juni 2014 at 02:57:16

    Die deutsche Sprache ist allgemein ziemlich zweideutig und unscharf, um diese Sprache zu verstehen muss man die hohe Kunst der Interpretation beherrschen, oder wie du es nennst:“Gedankenlesen“. Jeder deiner drei Begriffe kann im Einzelfall was völlig anderes bezeichnen, sie sind also genauso unscharf.

  • Firebird  On Montag, 30. Juni 2014 at 05:46:13

    # Nini On Sonntag, 29. Juni 2014 at 03:38:49

    Hier hat jeder seine eigene Definition verwendet.

    Commander Vimes:
    Ausgrenzung, Zurücksetzung oder Benachteiligung

    Havelock Vetinari:
    abwerten, schlecht machen

    nofugito weiß überhaupt keine, sondern nur, daß sie eine neue hat

    LeFloid Army verweist auf Wörterbücher, die auch wieder unterschiedliche Definitionen liefern.

    leFloid Army:
    Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen

    auf meine Nachfrage hin fällt ihm aber ein, daß es auch noch gruppenspezifische Benachteiligung heißen kann.

    Kirchgängerin verweist auf den neuen „Duden“, der noch ein paar mehr Bedeutungen liefert

    Blablablub:
    benachteiligen

    und nach Deiner Auffassung: „wenn jemand aufgrund eines Merkmals von jemand anderem Unterschieden und deshalb herabgestuft wird“

    Wäre es unter diesen Umständen nicht sinnvoller, das Wort „diskriminieren“ zu meiden, und ein Wort zu wählen, das alle verstehen?

  • Nini  On Sonntag, 29. Juni 2014 at 03:38:49

    Der Begriff ist absolut konstruiert. Natürlich gibt es rein biologisch ein paar Unterschiede zwischen den Körpern. aber die Zuschreibungen, die aufgrund dieser Unterschiede gemacht werden, die sind konstruiert. Und da liegt das Problem.
    Klar hat sich das im laufe der Zeit so entwickelt. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, diese Entwicklung fortzuführen. Heute hat das Körperliche viel weniger Auswirkungen als früher und viel weniger Bedeutung.
    Ich verstehe übrigens immer noch nicht ganz (und habe immer noch keine Statistik gesehen), warum ich mit größerer Wahrscheinlichkeit weniger intelligent sein soll, als ein Mann, denn wie bereits mehrfach erwähnt, sind Männer in beiden Extremen Spitzenreiter.

    Ich habe mir nochmal den Diskussionsverlauf angeschaut. Ich sehe nicht, dass ich eine andere Definition von Diskriminierung verwende, als die anderen Teilnehmer.

  • Firebird  On Sonntag, 29. Juni 2014 at 03:01:01

    # Nini On Samstag, 28. Juni 2014 at 08:35:19

    Wie stellst Du Dir diese „soziale Konstruktion“ vor?
    Haben sich die Urmenschen irgendwann mal hingesetzt, und gesagt, „So, jetzt konstruieren wir mal Geschlechtsunterschiede“?

    Geschlechtsunterschiede sind naturgegeben, und daraus hat sich eine Aufgabenverteilung entwickelt.
    Die Frauen konnten nicht die schweren Männerarbeiten verrichten, also ließ man sie die einfachen Arbeiten machen.
    Die Frauen konnten den höheren Denkprozessen nicht folgen, also ließ man sie in Staatsangelegenheiten nicht mitreden.
    Das ist eine ganz natürliche Entwicklung, die den natürlichen Gegebenheiten folgt.

    Niemand behauptet, daß Du weniger intelligent bist als ein Mann. Aber Du bist mit höherer Wahrscheinlichkeit weniger intelligent.
    Du hast aber Gelegenheit, das Gegenteil unter Beweis zu stellen.

    Zurück zum Thema:
    Du legst eine andere Definition von „Diskriminierung“ zugrunde, als die anderen Diskussionsteilnehmer hier. Es sieht so aus, alsob jeder seine eigene Vorstellung vom Inhalt dieses Begriffs hätte.
    Ist es sinnvoll, mit so einem Begriff zu arbeiten?

  • Nini  On Samstag, 28. Juni 2014 at 08:35:19

    @Firebird
    Du hast mich halb verstanden.
    Ich möchte nicht, dass jemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt wird. Wenn jemand z.B. für einen Job wirklich nicht geeignet ist, dann darf er aber auch nicht eingestellt werden. Dies sollte aber dann im Einzelfall geprüft werden und hat mit dem Geschlecht nichts zu tun.

    Ich sage auch nicht, dass man über Geschlechtsunterschiede nicht reden soll. Denn die gibt es, ich denke aber, dass sie sozial konstruiert sind und dass wir schon mit ihnen umgehen müssen. Denn es gibt Bereiche, da haben es Frauen bzw. Männer schwerer und die würde man übergehen, wenn man sagt: Ach, Mann und Frau gibt es ja gar nicht. Darüber möchte ich mir aber ehrlich gesagt nicht die Mühe machen, mit dir zu diskutieren, denn ich kenne bereits die Standpunkte dafür und dagegen und ich sehe keine Anhaltspunkte, warum es außer den Geschlechtsteilen Unterschiede geben sollte, die angeboren sind.
    Warum man überhaupt in Mann und Frau aufteilen muss, wo es doch so viele verschiedene Menschen gibt, ist mir Schleierhaft. Ich weiß nicht, warum eine Gesellschaft aufgrund von Geschlechtsorganen aufgeteilt werden muss und diese Aufteilung dann bestimmen soll, wie man ist. Deswegen gibt es ja Menschen, die da nicht reinpassen und für sich einen eigenen Weg suchen. Warum soll man die nicht einfach machen lassen? Schwierig finde ich es, dass ich jetzt zum Beispiel aufgrund meines Geschlechts weniger intelligent sein soll als ein Mann. Jetzt nehmen wir einen beliebigen Mann und vergleichen unsere Intelligenz (wie auch immer, du das machen würdest, wenn dir der IQ nicht passt). Und meine ist höher. Ein anderer Mann und meine Intelligenz ist niedriger. Noch ein Mann, sie ist gleich. Was nun?

    So und ich belege das nicht mit dem Diskriminierungsbegriff. Den habe ich dir nur erklärt, da schien es Unklarheiten zu geben. Der Begriff kommt dann ins Spiel, wenn jemand aufgrund eines Merkmals von jemand anderem Unterschieden und deshalb herabgestuft wird. Nehmen wir Dummheit. Zwei Männer, einer ist weniger intelligent. Wenn der andere den jetzt als Mensch komplett herabwürdigt und ihm nicht nur Intelligenz, sondern auch soziale Kompetenz abspricht, behauptet, er wäre nicht vertrauenswürdig, er würde sowieso am liebsten vom Staat leben, etc. etc. Dann ist das Diskriminierung. Und am Schlimmsten ist es, wenn man das auf alle Menschen überträgt, die einen bestimmten Intelligenzwert haben, auch wenn man sie unmöglich alle kennen kann und ihnen damit sehr wahrscheinlich sogar Unrecht getan wird.

  • Firebird  On Samstag, 28. Juni 2014 at 03:57:41

    # Nini On Freitag, 27. Juni 2014 at 08:25:01

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, willst Du nicht, daß Menschen aufgrund bestimmter Kategorien, zum Beispiel des Geschlechts, benachteiligt werden.

    Du willst, daß die Frau selbst dann nicht benachteiligt wird, wenn es dafür gute Gründe gibt, und deswegen willst Du, daß über Geschlechtsunterschiede erst gar nicht gesprochen wird.

    Damit über Geschlechtsunterschiede nicht gesprochen wird, belegst Du das mit einem Wort, das Du gleichzeitig mit anderen Bedeutungen wie Benachteiligen oder Herabwürdigen assoziierst. Den Vorwurf, zu diskriminieren, verbindest Du mit dem Vorwurf, andere benachteiligen oder herabwürdigen zu wollen.

    Richtig?

  • Nini  On Freitag, 27. Juni 2014 at 08:26:07

    Am Ende des ersten Abschnittes muss es natürlich heißen: Es gibt Frauen, die sind dem männlichen Pol näher als manche Männer.

  • Nini  On Freitag, 27. Juni 2014 at 08:25:01

    Weil es darum geht, dass aufgrund von Kultur, Hautfarbe, Sexualität oder Ähnlichem unterschieden und kategorisiert wird. Das ist nicht in Ordnung, weil es Menschen beurteilt und verurteilt, die man gar nicht kennt. Innerhalb der Kategorien Geschlecht, Sexualität, Kultur gibt es so viele Unterschiede wie zwischen den Kategorien.
    Diskriminierung beschreibt nicht nur eine Unterscheidung, sondern eine Unterscheidung auf deren Grundlage benachteiligt und beurteilt wird. Und hier auf dieser Seite wird ja ganz deutlich, dass Menschen aufgrund der Merkmalsausprägungen „männlich“ oder „weiblich“ unterschieden werden. Wer die Ausprägung „weiblich“ hat, wird herabgewürdigt (macht ihr doch den leichteren Job Zuhause… Männer sind intelligenter als Frauen…). Wer die Merkmalsausprägung „homosexuell“ hat, der wird von vornherein auf die Sexualität reduziert, auch wenn dies viel mehr als nur Sex beinhaltet, sondern auch Liebe. Es werden nicht die Menschen dahinter in den Blick genommen. Ihr macht Zuschreibungen, die so gar nicht wahr sind und schürt ein Feindbild. „Kotstecher“ ^^ Da stolpere ich zum Beispiel jedes Mal. Damit meint ihr alle Homosexuellen. Aber ihr hattet selbst noch nie Analverkehr und wisst gar nicht, ob nachher Kot im Spiel ist (ist es nicht). Hier wird diskriminiert.
    In der Gesellschaft wird diskriminiert, wenn es um das Adoptionsrecht geht. Aufgrund eines Geschlechts oder einer sexuellen Orientierung wird Personen die Fähigkeit, sich um ein Kind zu kümmern, abgesprochen. Warum? Was genau ist es, was zwei Väter oder zwei Mütter Kindern nicht bieten können? Innerhalb der Geschlechter gibt es genauso große Unterschiede, wie zwischen den Geschlechtern. Es gibt Frauen, die nicht von ihrer Art her dem männlichen Pol näher, als manche Männer. Trotzdem dürfen die Männer mit Frauen Kinder zeugen und für sie da sein, Eine eher männlich orientierte Frau (wenn das ÜBERHAUPT nötig ist) mit einer weiblicher orientierten nicht.

    Firebird, was ist denn männlich? Und was ist weiblich?

  • Firebird  On Freitag, 27. Juni 2014 at 02:57:16

    # Nini On Donnerstag, 26. Juni 2014 at 07:01:17

    Wenn benachteiligt wird, ist „benachteiligen“ der präzise Ausdruck.
    Wenn herabgewürdigt wird, ist „herabwürdigen“ der passende.
    Wenn unterschieden wird, ist es „unterscheiden“.

    Warum benutzt Du in solchen Fällen einen unscharfen Ausdruck, der nicht klar sagt, welcher der drei Fälle vorliegt?

  • Nini  On Donnerstag, 26. Juni 2014 at 07:01:17

    @ Firebird
    Was wäre deiner Meinung nach ein präziserer Ausdruck?

  • Firebird  On Donnerstag, 26. Juni 2014 at 04:46:07

    # Blablablub On Mittwoch, 25. Juni 2014 at 05:48:11

    Natürlich war es keine Einzelperson.
    Da müssen schon mehrere systematisch daran gearbeitet haben, das Wort durchzusetzen.

    # Nini On Mittwoch, 25. Juni 2014 at 06:11:48

    Warum benutzt Du das Wort, obwohl es für den jeweiligen Sachverhalt einen präziseren Ausdruck gibt?

  • Nini  On Mittwoch, 25. Juni 2014 at 06:11:48

    @Firebird
    Was ist denn deine Vermutung?

  • Blablablub  On Mittwoch, 25. Juni 2014 at 05:48:11

    Ich habe doch auch nie das Gegenteil behauptet lies bitte ordentlich Firebird.

    Man kann es aber heutzutage einfach nicht mehr recherchieren geschweige denn nachvollziehen wer das warum gemacht hat. Wahrscheinlich war es nicht nur eine Person, weil sich das Wort sonst nicht durchgesetzt hätte.

    Die Bedeutungen „unterscheiden“ und „herabwürdigen“ sind nicht so unterschiedlich wie Feuer und Wasser. So etwas setzt sich normalerweise nicht durch aber sie können ja gerne probieren das in der deutschen Sprache zu verankern.

  • Firebird  On Mittwoch, 25. Juni 2014 at 02:06:08

    # Blablablub On Dienstag, 24. Juni 2014 at 06:23:32

    Es muß sein, daß irgendjemand damit angefangen hat. Denn sonst hätte das Wort noch die alte Bedeutung.

    Interessant ist aber die Frage, was jemanden dazu bewegt, ein Wort einfach so mit einer anderen Bedeutung zu versehen. Was will er damit bezwecken?

    Wenn jemand plötzlich „Feuer“ für Wasser verwenden würde, würde man sich sicher auch fragen, warum macht er das?

  • Blablablub  On Dienstag, 24. Juni 2014 at 06:23:32

    Das kann sein, dass irgendjemand damit angefangen hat. Ich weiß aber nicht wer und ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass es jemanden gibt, der das so genau weiß. Um meine Situation zu verdeutlichen: wer hat sich denn das Wort Feuer ausgedacht? Und wenn es vom lateinischen kommt wer hat sich das lateinische Wort ausgedacht und wer hat es anschließend umgeändert? Auf diese Fragen kannst du mir genauso wenig antworten.

    Und auch wenn Feministinnen die Bedeutung des Wortes „geändert“ haben so ist euer Artikel dennoch falsch. Ob ihr es wahr haben wollt oder nicht.

  • Firebird  On Dienstag, 24. Juni 2014 at 01:31:20

    # Blablablub On Montag, 23. Juni 2014 at 05:56:52

    Irgendjemand muß angefangen haben, das Wort in einer anderen Bedeutung zu verwenden. Warum hat er das gemacht?

  • Blablablub  On Montag, 23. Juni 2014 at 05:56:52

    Ich habe dir doch gesagt, dass Sprache sich entwickelt Firebird. Die wenigsten Leute stellen sich hin und sagen „so jetzt erfinde ich mal ein Wort/ verändere die Bedeutung von einem“ ich habe mich ehrlich gesagt mit dem Thema Herkunft von Wörtern noch nicht so beschäftigt aber sie scheinen sich da ja für zu interessieren. Wenn nicht der Hintergrund dieser ganze Sache wäre irgendwelchen Leuten das Wort im Munde umzudrehen wäre das auch sehr schön für sie.
    Ich antworte mal mit einer Gegenfrage: Wenn die bösen Feministinnen dieses Wort mehr oder weniger verändert hätten, was würde das für einen Unterschied machen?
    Diskriminieren bedeutet nun einmal benachteiligen und wenn die Medien ider sonst irgendwer dieses Wort benutzt können sie sich sicher sein, dass er nicht unterscheiden meint, völlig egal was dieses Wort vor 100 Jahren einmal bedeutet hat.

  • Firebird  On Montag, 23. Juni 2014 at 04:41:04

    # Blablablub On Sonntag, 22. Juni 2014 at 23:31:49

    Im Meyers Lexikon von 1885 findest Du das Wort „diskriminieren“ mit der Bedeutung: unterscheiden, trennen, sondern.

    Jetzt hätte ich gern gewußt: Wer hat den Bedeutungswandel vorangetrieben, und was war seine Motivation?

  • Blablablub  On Sonntag, 22. Juni 2014 at 23:31:49

    Dem Wort „diskrimineren“ wurde keine neue Bedeutung gegeben, ich dachte doch du intelligenter Mann kannst im Gegensatz zu mir dummen Weib denken? Aber dann erkläre ich es dir noch einmal, wenn du unbedingt möchtest:
    JA das Wort kommt vielleicht vom lateinischen „diskcrimininare“ was unterscheiden heißt, aber diskriminieren ist nun einmal ein anderes Wort, dessen Bedeutung du doch gerne im Duden nachschlagen kannst oder du liest dir einfach noch einmal Kirchgängerins Kommentar durch, ich finde, sie hat das auch für Dumme (also natürlich ich und sie, wir dummen Frauen mit der angeborenen Idiotie) ganz gut erklärt.
    Die Bedeutung des Wortes diskriminieren hat sich also im Klartext nicht geändert, wir dachten da kommst du von selbst drauf Firebird.
    So und nun zu Warum diese ach so verwirrende Herleitung aus dem lateinischen. Sprache ENTWICKELT sich ja tatsächlich, unsere Vorfahren sind nicht mit der Keule durch den Wald gelaufen, haben sich ans Feuer gesetzt und konnten auf einmal sprechen und hatten eine voll entfaltete Sprache. Dazu kommt noch, ob du es glaubst oder nicht: Sprache ist nicht immer logisch UND wer hätte es gedacht: durch oben schon genannte ENTWICKLUNG haben die damals noch anders gesprochen als wir jetzt.

    Fakt ist immernoch: diskriminieren bedeutet nicht unterscheiden sondern benachteiligen. Wortherkunft hin oder her und ob es dir nun passt oder nicht.

  • Firebird  On Sonntag, 22. Juni 2014 at 00:22:38

    # Kirchgängerin On Samstag, 21. Juni 2014 at 14:15:02
    # blablablub On Samstag, 21. Juni 2014 at 17:40:57

    Bitte nicht vom Thema ablenken!

    Warum wurde dem Wort „diskriminieren“ eine neue Bedeutung gegeben?

  • blablablub  On Samstag, 21. Juni 2014 at 17:40:57

    Firebird On Samstag, 21. Juni 2014 at 02:16:06

    Oh ja das ist wirklich schwer zu verstehen. Man kann ja nicht voraussetzen, dass sie einen Sammelbegriff verstehen. Ich frage mich nur warum sie nicht anfangen über solche Begriffe wie „Meerschweinchen“ herzuziehen. Das ist doch verwirrend, das sind doch gar keine Schweine und im Meer leben sie auch nicht, oder das Wort „Arme“ es gibt Menschen, die nichts besitzen also „Arme“ und die Körperteile. DAS GEHT NICHT! Wir sind doch mit so etwas überfordert. Oder bin ich dumme Frau einfach nur überfordert mit ihren komplexen männlichen Gedankengängen?

  • Kirchgängerin  On Samstag, 21. Juni 2014 at 14:15:02

    @Firebird
    Nur weil sich diskriminieren vom lateinischen discriminare ableitet, heißt das nicht dass es dieselbe Bedeutung hat. Es kommt oft vor, dass bei einer Übernahme eines Wortes aus einer anderen Sprache die Bedeutung leicht geändert wird.
    Da hätten wir zum Beispiel das englische „to delete“ (löschen), welches sich vom lateinischen delere ableitet, was zerstören bedeutet. Da kann man auch nicht zum Beispiel sagen „The church was deleted by bombs“.
    Andere Beispiele aus dem Lateinischen:
    videre (sehen) -> das Video
    verbum (Wort) -> Verb (also Zeitwort)
    per (durch (zB durch die Straße gehen)) -> per („per Post/Anruf/…“)
    copia (Menge) -> Kopie
    terrere (erschrecken) -> terrorisieren, Terrorist
    navis (Schiff) -> engl. navy
    ars (Kunst) -> Artist
    frustra (vergeblich) -> frustriert

    Die heutige Bedeutung von diskriminieren ist eben meist benachteiligen und ich denke, dass Sie das schon verstehen können (oder fällt es ihnen so schwer, eine neue Definition zu verstehen). Genauso verhält es sich im Übrigen mit lat. tolerare (ertragen) und dem deutschen Toleranz (Fremdes anerkennen). Natürlich gibt es die Definitionen unterscheiden für diskriminieren, und dulden für tolerieren immer noch, man muss halt wissen, wann was gemeint ist.

    (Das sieht übrigens auch der Duden so:
    http://www.duden.de/rechtschreibung/diskriminieren
    http://www.duden.de/rechtschreibung/tolerieren)

  • Firebird  On Samstag, 21. Juni 2014 at 02:16:06

    # LeFloid Army On Freitag, 20. Juni 2014 at 06:26:22

    Aha. Es hat also noch eine weitere Bedeutung: Benachteiligen.

    Warum faßt Du zwei verschiedene Sachverhalte unter einem neuen Fremdwort zusammen, welches vom Wortstamm wiederum eine ganz andere Bedeutung hat?

  • LeFloid Army  On Freitag, 20. Juni 2014 at 06:26:22

    @Firebird
    Du willst wissen, wieso man Diskriminierung und nicht Herabwürdigung sagt?
    Das ist eigentlich ganz einfach.
    Das Wort bezeichnet zwar, wie schon gesagt, die Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen, aber auch (ich dachte das muss man nicht nochmal erwähnen, weil es fast das selbe ist) eine gruppenspezifische Benachteiligung. Klingt vielleicht erstmal gleich, ist aber nicht das selbe. Zugegeben, der Unterschied ist wirklich nicht groß, aber trotzdem besteht er und das Wort ‚Diskriminierung‘ ist eben der Sammelbegriff dafür.

  • Firebird  On Freitag, 20. Juni 2014 at 01:53:23

    # leFloid Army On Freitag, 20. Juni 2014 at 01:48:17

    Warum sagst Du dann nicht einfach „Herabwürdigen“?
    Wieso führst Du dafür ein neues Fremdwort ein?

  • leFloid Army  On Freitag, 20. Juni 2014 at 01:48:17

    Diskriminieren heißt nicht, wie schon von meinem leFloid-Army-Vorgänger angemerkt, unterscheiden, sondern bezeichnet die Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen.
    Und zu der Aussage über die ach so bösen Linken mit ihrem „Gleichheitswahn“: Wow, der werte Herr Floid hat nicht übertrieben, das ganze hier hat wirklich einen riesigen Schritt nach außen Rechts gemacht… Also noch offensichtlicher Nazi geht ja fast gar nicht…

  • LeFloid Army  On Mittwoch, 7. Mai 2014 at 11:46:38

    Wow du hast das wort von der lateinischen sprache abgeleitet… Super! Aber die Sprachbedeutung ist in der heutigen verwendung doch ein kleines bisschen anders:
    http://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/Diskriminierung
    http://www.bpb.de/lernen/unterrichten/grafstat/134636/m-01-11-begriff-diskriminierung

    Diese zwei links kannst du dir ja mal durchlesen und wenn du im internet diskriminierung erläuterung eingibst, findest du bestimmt noch mehr seiten wie die beiden obeben genannten.

    und ja discriminare bedeutet unterscheiden. unterscheiden bedeutet, das wir merkmale suchen die jemanden von anderen unterscheidet. So unterscheiden wir zwischen junge und mädchen, alt oder jung,… Dabei ist an sich ja auch kein problem. Das problem ist die unterschiedliche behandlung die dadurch eigentlich immer hervorgerufen wird. Wenn jemand unter 18 keinen alk konsumieren darf, jemand über 18 jedoch schon, dann hat das einen Sinn: Den schutz der jugendlichen; Wenn aber bspw jemand aufgrund seiner augenfarbe, seiner Sexualität oder seiner herkunft jmd anderem vorgezogen wird hat das eigentlich NIE einen Sinn. Es kann vielleicht sein das man jmd sucht der vliessend spanisch spricht und dan einen Muttersprachler jmd anderem vorzieht, oder man für einen film jmd mit grünen augen und nicht mit blauen such, aber in vielen anderen Fällen sind diese Merkmale unwesentlicht und deuten auf ein diskriminierendes Verhalten hin.

    Ach ja und noch eine kleine anmerkung:

    Gemäß Artikel 3 Absatz 3 des deutschen Grundgesetzes darf niemand „wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden“

    mfg

  • nofugito  On Freitag, 2. Mai 2014 at 02:09:27

    Wenn wir alle Worte nur in ihrer ursprünglichen Bedeutung verwenden dürften, dann hätten wir uns alle auf einmal ziemlich umzustellen… 😉
    Merke: Sprache ist nur ein Werkzeug. Sie dient dazu, Informationen zu übermitteln. Wenn ich also davon ausgehen kann (muss?), dass das Wort, das ich benutze, beim Empfänger als „gelb“ ankommt, dann bedeutet das Wort auch „gelb“. Die jeweilige Etymologie ist dabei vollkommen irrelevant. Sprache verändert sich im Laufe ihrer Verwendung. Wer einmal das Hildebrandslied im Original gelesen hat, weiß, was das im Extremfall heißt:

    „Ik gihorta dat seggen,
    dat sih urhettun ænon muotin,
    Hiltibrant enti Hadubrant untar heriun tuem.
    sunufatarungo iro saro rihtun.
    garutun se iro gudhamun, gurtun sih iro suert ana,
    helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun.“

    Ja, das ist Deutsch, wenn auch viele hundert Jahre alt.
    Wie schon gesagt: Sprache verändert sich. Sie passt sich an. Und das bedeutet in unserem Fall, dass „diskriminieren“ eben nicht mehr die Bedeutung des lateinischen Originals hat, sondern eine neue.

  • Havelock Vetinari  On Dienstag, 29. April 2014 at 15:29:47

    Die Bedeutung eines Wortes definiert sich dadurch wie es vom Gesprächspartner – im Fall von öffentlichen Äußerungen also von der Allgemeinheit – verstanden wird. Daher ist die Wortherkunft völlig irrelevant. Worte ändern nun mal über die Zeit ihre Bedeutung. Wenn sie von heute auf morgen alle Worte in ihrer urspünglichen Bedeutung (oder gar wie die Worte ihrer Herkunftssprache von denen sie abgeleitet sind) verwendeten, würde sie niemand mehr verstehen!
    Jeder der in einem Text heutzutage „diskrimineren“ ließt, weiß das es als Synonym für „abwerten“/“schlecht machen“ gemeint ist.

  • Firebird  On Freitag, 2. August 2013 at 20:27:05

    # T.R.E.Lentze Am Freitag, 2. August 2013 um 09:04:30

    Es ist ein schönes Beispiel für linke Rhetorik.

    Sie behaupten, Diskriminierung bedeute willkürliche Unterscheidung, verwenden das Wort aber bei begründeten Unterscheidungen.

  • T.R.E.Lentze  On Freitag, 2. August 2013 at 09:04:30

    Ich habe immer schon diskriminiert, werde auch diskriminiert und möchte diskriminiert werden. Und zwar im ursprünglichen Wortsinne.

    Wer das Wort in einer neuen Bedeutung verwendet – im Sinne von ausgrenzen, benachteiligen, verfolgen -, der weiß, was er tut, wenn er das Wort „homophob“ anwendet. Er tut dann eben genau das, was er Anderen vorwirft.

  • Firebird  On Donnerstag, 1. August 2013 at 22:29:01

    # Commander Vimes Am Donnerstag, 1. August 2013 um 12:23:53

    Ein selten einfältiger Kommentar! Das muss einem erstmal einfallen, ein Wort ausschließlich anhand der wörtlichen Übersetzung/Wortherkunft zu interpretieren und weitere Bedeutungsanteile völlig zu ignorieren.

    Natürlich sollte man ein Wort in der Ursprungsbedeutung verwenden.
    Die weiteren Bedeutungsanteile habt ihr hinzuerfunden. Das ist Sprachmanipulation.

    Natürlich bedeutet Diskriminierung Unterscheidung bzw. unterschiedliche Behandlung. Allerdings immer im Zusammenhang mit Willkür bzw. mangelnder Rechtfertigung.

    Warum benutzt ihr dann das Wort „Diskriminierung“? Warum sagt ihr nicht einfach „Willkürunterscheidung“, was die Sache treffender beschreiben würde.

  • T.R.E.Lentze  On Donnerstag, 1. August 2013 at 21:11:48

    Ich gebe es auf. Möge Herr Lentze das letzte Wort haben.

    Danke. Dann will ich zu einigen Ihrer Entgegnungen noch etwas sagen:

    Ad (3): Wenn jemand unter dem Vorwurf seiner Homosexualität verfolgt wurde, dann handelte es sich regelmäßig um einen Vorwand. Hätte der betreffende Mann (Frauen waren ja ohnehin kaum betroffen) keinen Anlaß gegeben, als schwul bezeichnet zu werden, dann wäre eben ein anderer Grund gefunden worden. In keinem Falle wurde jemand allein wegen seiner Homosexualität verfolgt. Auch unter Hitler nicht. Verheimlichung des Sachverhalts als solchen war also nicht nötig; nur die Details will die Öffentlichkeit nicht wissen, auch bei Heteros nicht. Man treibt’s eben nicht auf der Parkbank.

    Übrigens hätte Michael Jackson keineswegs nötig gehabt, seine Haut ausgerechnet wegen möglichem Rassismus zu bleichen. Dieses Beispiel ist besonders absurd und wirft insofern ein bezeichnendes Licht auf die Unsinnigkeit des Verfolgungs-Arguments an sich.

    Ad (4): „Heterosexismus“ kann keine Ideologie sein, weil Ideologien (= interessengeleitete Denksysteme) erst im 19. Jahrhundert aufgekommen sind.

    Es gab immer schon die intuitive Einsicht, daß Heterosexualität normal ist. Dazu bedurfte es keiner Ideologie und keiner Propaganda.

    Bezeichnend diese Aussage: „Homosexuelle und deren Unterstützer sollen ausgegrenzt und kriminalisiert werden. […] das beschreibt ziemlich genau die Lage z.B. in Russland.“

    Von wegen! Nicht die Homosexuellen, vielmehr die Unterstützer (Homosexisten) werden – zurecht – ausgegrenzt. Das wurde von russischer Seite ausdrücklich so bestätigt. Commander Vimes macht den Kardinalfehler, daß er Homosexismus und Homosexualität um keinen Preis auseinanderhalten will.

    Ad (5): Homophobie ist zweifellos ein (im Schlepptau des Feminismus, also sehr spät) aufgekommener Kampfbegriff. Inwieweit er mit dem Begriff Rassismus bzw. Fremdenfeindlichkeit vergleichbar ist, bleibt fraglich.

    Allerdings liegen auch den Begriffen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gefährliche ideologische Tendenzen zugrunde. Man darf sich zurecht fragen, ob es Rassismus bei uns überhaupt noch gibt. Viel wahrscheinlicher handelt es sich um Reaktionen auf eine verfehlte Einwanderungspolitik. Dieselben Menschen, die angeblich Fremde nicht mögen, besuchen diese sehr gerne in deren Heimatländern und verstehen sich dann auch bestens mit ihnen. Der sogenannte Rassismus hat also ganz andere Motive als die, welche ihm aus politischen Erwägungen untergeschoben werden.

    Und ebenso steht es mit der angeblichen „Homophobie“. Wohl jeder von uns kennt irgendeinen Homosexuellen, aber niemanden interessiert es, was der zuhause macht. Es ist die Politik des Homosexismus, die uns – mehrheitlich – stört.

    Und Leute, es ist mir völlig klar, daß die Homosexisten das Wort Homosexismus auf keinen Fall akzeptieren werden. Denn damit haben wir sie entlarvt und überdies ihren Kampfbegriff „Heterosexismus“ relativiert. Wenn ich böse sein wollte, müßte ich auch noch den Begriff „Heterophobie“ einführen und erklären: Natürlich haben die Heterophoben nichts gegen die Heterosexuellen, aber…

  • Commander Vimes  On Donnerstag, 1. August 2013 at 19:54:05

    Ad 1: Unsinn, siehe anderer Thread.
    Ad 2: Unsinn, Lesben haben das geringste Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten. Bei Heteros, die Analverkehr betreiben, ist die Ansteckungsgefahr ähnlich hoch wie bei Schwulen. Außerdem haben bei weitem nicht alle Schwulen Analverkehr und man kann sich schützen. Für die Aussage, dass Homosexuelle an seelischen Krankheiten leiden, die nichts mit Diskriminierung und Ausgrenzung zu tun haben, fehlt jeder Beleg.
    Ad 3: spätestens jetzt wird’s Realsatire! Im Dritten Reich genügte der bloße Verdacht für die Verhaftung und auch Verurteilung. Viele, die ihre Intimsphäre bei sich behielten, wurden denunziert. NATO Oberbefehlshaber Günter Kießling wurde der Homosexualität verdächtigt und deswegen entlassen. Dabei war er hetero. In den Staaten, in denen Homosexualität verfolgt wird, bekennt sich praktisch niemand offen dazu und lebt es wenn überhaupt nur im Geheimen aus. Trotzdem kommt es zu Verhaftungen und Verurteilungen, z.T. zur Todesstrafe.
    Es ist schon dreist zu behaupten, es gäbe keine Duskriminierung, man müsse nur alles verheimlichen. Erstens funktioniert das nicht und zweitens könnte man dann auch einem Afrikaner Raten, sich die Haut zu Bleichen (hat bei Michael Jackson auch geklappt), um der Duskriminierung zu entgehen.
    Ad 4: das kann man auch umdrehen: Heterosexismus ist eine Ideologie, welche die Homosexualität als minderwertig erklärt. Sie bedient sich der Propaganda und Praktiken, wie sie in totalitären Systemen üblich sind, um „Volksgesundheit“ oder „Sittlichkeit“ in Wirklichkeit Einschüchterung zu betreiben und Gefolgschaft durchzusetzen. Homosexuelle und deren Unterstützer sollen ausgegrenzt und kriminalisiert werden. So wird ein Schuh draus, das beschreibt ziemlich genau die Lage z.B. in Russland.
    Ad 5: Homophobie ist genausowenig ein Kampfbegriff wie Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit. Es handelt sich um Real existierende Feindseligkeiten gegenüber Minderheiten.

    Mit Herrn Lentze kann man leider nicht argumentieren. Hier scheint völliger Realitätsverlust vorzuliegen, wenn jemand die Verfolgung von Homosexuellen ernsthaft bestreiten oder gar rechtfertigen will. Ich gebe es auf. Möge Herr Lentze das letzte Wort haben. Ich habe besseres zu tun, der Sommer ist zu schön, um mich hier rumzuärgern.

  • T.R.E.Lentze  On Donnerstag, 1. August 2013 at 18:14:29

    Sie tun weiterhin so, Commander Vimes, als ob Sie den Unterschied zwischen Homosexualität und Homosexismus, den ich jetzt schon viele Male auseinandergelegt habe, noch nicht verstanden hätten. Oder Sie wollen ihn nicht verstehen.

    Nicht für Sie, aber für Andere, die vielleicht hier reinschauen und die bisherige Diskussion nicht mitverfolgt haben, wiederhole ich jetzt einige Grundbegriffe:

    1.
    Homosexualität ist eine Geschlechtskrankheit im ursprünglichsten Sinne des Wortes, nicht zu verwechseln mit (meist infektiösen) Genitalkrankheiten.

    2.
    Obwohl Abnormitäten der Sexualität zulasten vornehmlich der Art und weniger des Individuums gehen (welches sich u.U. für gesund hält), sind Homosexuelle insgesamt doch signifikant auch von Genitalkrankheiten (AIDS, Krebs u.a.m.) sowie seelischen und sozialen Störungen betroffen, ohne daß dies ursächlich einer Verfolgung zuzurechnen wäre.

    3.
    Homosexuelle wurden niemals und nirgendwo verfolgt, solange sie ihre Abnormität nicht aus der Intimsphäre hinausgetragen oder gar zum Politikum erhoben haben. Im Gegenteil, es hat immer das Angebot der Heilung und des geistlichen Beistandes bestanden.

    4.
    Homosexismus ist eine Ideologie, welche die Homosexualität als gleichwertig mit Heterosexualität erklärt. Sie bedient sich der Propaganda und der Praktiken, wie sie in totalitären Systemen üblich sind, um „Aufklärung“, in Wirklichkeit Einschüchterung zu betreiben und Gefolgschaft durchzusetzen. Homosexismus-Kritiker riskieren, auf politische Druckmittel hin gesellschaftlich ausgegrenzt zu werden. Den Homosexuellen ist damit keineswegs gedient; sie werden lediglich instrumentalisiert.

    5.
    Der Begriff „Homophobie“ ist ein von Homosexisten geschaffener Kampfbegriff. Er suggeriert seelische Krankheit um Fremdheit zu erzeugen, dient aber gleichzeitig dazu, Kritiker zu kriminalisieren, indem die Kritik gleichgesetzt wird mit Haß auf Minderheiten.

    ————-

    Wie oft hört oder liest man: “Ich habe ja nichts gegen Homosexuelle, ABER …” und hinter dem “aber” kommt dann der Widerspruch zum ersten Satz.

    Die übliche Kampfrhetorik.

    Commander Vimes weiß ja selbst – auch wenn er sich demonstrativ dummstellt -, daß das „aber“ stets ein homosexismus-kritisches Argument bedeutet, und keinesfalls eine Relativierung der vorangehenden Aussage. Mediziner haben ja auch nichts gegen Kranke, aber die Kankheit bekämpfen sie selbstverständlich.

  • Commander Vimes  On Donnerstag, 1. August 2013 at 17:21:54

    Na, welches „Argument“ meinen Sie denn, Herr Lentze? Wer anderen Homophobie vorwirft, kritisiert deren diskriminierendes Verhalten gegenüber Homosexuellen. Was gibt es daran groß zu verstehen? Eine Kritik ist keine Diskriminierung. Den Homophoben werden keine Rechte vorenthalten, noch werden sie in irgendeiner Form anderen gegenüber benachteiligt. Sie werden einfach für ihr Verhalten kritisiert.
    Homosexuelle hingegen wurden in Deutschland gesellschaftlich ausgegrenzt, verspottet, ins Gefängnis gesteckt, bisweilen umgebracht, gesellschaftlich geächtet (bis hin zum „sozialen Tod). Noch heute trauen sich viele nicht, sich zu „outen“ (schon dieser Begriff ist eigentlich diskriminierend in diesem Zusammenhang, da das Wort „outen“ eigentlich bedeutet, etwas negatives ans Licht zu bringen oder jemanden bloßzustellen), halten ihre Neigung am Arbeitsplatz geheim und erfinden bisweilen eine heterosexuelle Beziehung, weil sie Mobbing fürchten oder davon ausgehen, dass ihnen berufliche Nachteile drohen. Noch stärker im Profisport, insbesondere Fußball. Angeblich werden sogar Damen für Scheinehen bezahlt. Immer wieder werden Homosexuelle Opfer physischer Gewalt. DAS nenne ich Diskriminierung. Wir sind in Deutschland schon ziemlich weit im Vergleich zu anderen Ländern, insbesondere Afrika und Osteuropa. Dass der Gesetzgeber einiges an Diskriminierung gerade jüngst beseitigt hat, ist gut und richtig. Nur ist die Gesellschaft selbst oft noch nicht ganz so weit. Wie oft hört oder liest man: „Ich habe ja nichts gegen Homosexuelle, ABER …“ und hinter dem „aber“ kommt dann der Widerspruch zum ersten Satz.

  • T.R.E.Lentze  On Donnerstag, 1. August 2013 at 16:07:26

    Ach Commander Vimes, reden Sie mich doch bitte mit Herr Lentze an und zeigen Sie auf diese Weise, daß nicht alle studierten Juristen einen respektlosen Umgang mit ihren Mitmenschen pflegen, solange dieser folgenlos bleibt.

    Sie sind auf mein Argument gar nicht eingegangen. Das ist auch nicht zum ersten Mal. Bitte versuchen Sie eine Antwort zu geben, klar und direkt. Dies ist kein Gerichtssaal. Wir wollen uns doch – hoffentlich – über ein kontroverses Thema verständigen. Sie stehen nicht unter Anklagedruck. Also bitte Schritt für Schritt.

  • Commander Vimes  On Donnerstag, 1. August 2013 at 15:24:17

    Ach Lentze, dieser Satz verfolgt die gleiche irrige Logik, wie die immer wieder vorgebrachte Rechtfertigung von Intoleranten, dass diejenigen, die ihre Intoleranz kritisieren, ja doch selbst intolerant seien (intolerant ggü der Intoleranz). Man möge mir an dieser Stelle bitte erklären, wie man denn Toleranz fordern soll, ohne dabei Intoleranz zu kritisieren?

    “Wer das Wort Homophobie gebraucht, will diskriminieren.”
    Ersetze in diesem Satz Homophobie durch Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit, er bleibt dann genauso sinnlos

  • T.R.E.Lentze  On Donnerstag, 1. August 2013 at 13:58:09

    „Wer das Wort Homophobie gebraucht, will diskriminieren.“

    Wie gefällt Ihnen dieser Satz, Commander Vimes?

    Will derjenige, der Anderen Homophobie vorwirft, sie zurücksetzen, ausgrenzen und benachteiligen, oder will er „nur“ unterscheiden?

  • Jens Burkert  On Donnerstag, 1. August 2013 at 12:40:59

    Wer Homosexuelle vorsätzlich diskriminiert darf sich nicht wundern, wenn man auch die Katholische Fundis diskriminiert…wie es hinein schallt, so schallt es hinaus.

  • Commander Vimes  On Donnerstag, 1. August 2013 at 12:23:53

    Ein selten einfältiger Kommentar! Das muss einem erstmal einfallen, ein Wort ausschließlich anhand der wörtlichen Übersetzung/Wortherkunft zu interpretieren und weitere Bedeutungsanteile völlig zu ignorieren. Aber das kennen wir hier ja schon vom Wort „Homophobie“, das hier ebenfalls entgegen der Definition des Wortschöpfers ausschließlich nach der Wortherkunft ausgelegt wird.

    Natürlich bedeutet Diskriminierung Unterscheidung bzw. unterschiedliche Behandlung. Allerdings immer im Zusammenhang mit Willkür bzw. mangelnder Rechtfertigung. Heute wird es als Synonym für Ausgrenzung, Zurücksetzung oder Benachteiligung verwendet. Die wertneutrale Bedeutung als „Unterscheidung“ wird im Deutschen allenfalls noch in der Fachsprache vereinzelt verwendet. Im Englischen ist die Unterscheidung klarer, dort wird benachteiligen mit „to discriminate against“ übersetzt, während „to discriminate“ tatsächlich nur unterscheiden bedeutet.

    Aber vielleicht hat der Autor dieses Artikels ja auch kein Problem mit der Diskriminierung aufgrund von Rasse, Herkunft, Religion oder Geschlecht? SInd vermutlich alles auch nur „linke Begriffe“.